Tierarztpraxis Antonia Körber

 

Osteopathie

für Pferde, Hunde, Katzen....

Ziel der osteopathischen Behandlung (Osteon = Knochen; Pathos = das Leiden) ist das Lösen von Blockaden, wodurch es zu einer biomechanischen und neuromuskulären Harmonisierung des Körpers kommt.

Erfahrene Osteopathen setzen gezielte Impulse und versetzen damit den Körper in die Lage, Selbstheilungskräfte zu aktivieren und Blockaden zu lösen. Es werden muskuläre Dysbalancen, fasziale Spannungen, knöcherne Blockaden aufgedeckt und beseitigt.

Zur Anwendung kommen sanfte, für den Beobachter kaum sichtbare Manipulationen, sowie strukturelle Techniken. Im Gegensatz zur Chiropraktik arbeitet der Osteopath nie gegen Muskelspannungen, sondern mobilisiert das Gewebe derart, dass Gelenke/Wirbel von selbst aus der deblockierten Stellung in die physiologische zurückgleiten können.

Unkontrolliertes Ziehen und Zerren an Gelenken wird vermieden, sodass durch die Therapie niemals ein neues Trauma (und Schmerzen) erzeugt wird.Dadurch zeichnet sich diese Methode als besonders sanft, aber effektiv aus und wird auch von ängstlichen oder hochschmerzhaften Tieren toleriert und in der Regel sogar als angenehm und wohltuend empfunden.

Die gesamte Behandlung ist von großer Ruhe und Harmonie zwischen dem Therapeuten und dem Patienten geprägt. Der Patient entspannt in der Regel schon während der Behandlung, was er durch Gähnen, tiefes Atmen, Schütteln oder sogar durch Einschlafen zeigt.

In der Regel sind zwischen 1 und 5 Behandlungen nötig - der erste Erfolg stellt sich meist schon nach der ersten Sitzung ein. Oft müssen Läsionen nach und nach aufgearbeitet werden, da Beschwerden nicht selten seit Jahren bestehen.

 

Mögliche Indikationen für eine Behandlung

  • Alle akuten und chronischen Bewegungsstörungen, z.B.   Prellungen, Verstauchungen, Distorsionen (Verrenkungen)
  •  Muskuläre Schmerzen/Dysbalancen 
  • Steifigkeiten, asymmetrisches Bewegungsmuster
  • Koordinations-und Gleichgewichtsprobleme, Nachschleifen von Gliedmaßen 
  • Kopfschiefhaltung, Schweifschiefhaltung 
  • Generell: nach allen Operationen, zur Reconvaleszenz, um Verklebungen und Bewegungseinschränkungen zu beseitigen
  • Speziell bei Pferden: Probleme beim Biegen/Stellen, Taktfehler, Widersetzlichkeiten gegen Gebiss/Sattel, Kopfscheue 
  • Therapiebegleitend bei Bandscheibenvorfall, Cauda EquinaSyndrom, Spondylosen

Kontraindikationen

  • Trächtigkeit (Abortauslösung möglich)
  • Tumorerkrakung (vermehrte Durchblutung kann Tumorzellen streuen)
  • Akute Frakturen (erst nach chirurgischer Behandlung)

 

Für welche Tierarten ist eine Osteopathie möglich?

Pferde, Hunde, Katzen und Heimtiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen.

Die Einsatzmöglichkeiten der Osteopathie sind vielfältig - bitte sprechen Sie mich an und wir entscheiden gemeinsam, ob eine osteopathische Behandlung bei Ihrem Vierbeiner mit entsprechender Erfolgsaussicht sinnvoll ist.

 

Ausbildung

Meine mehrjährige Ausbildung habe ich bei dem französischen Institut  IMAOV (Institut Des Médecines Alternatives et Ostéopathie Vétérinaire) absolviert, welches auf die Begründer der tiermedizinischen Osteopathie - Giniaux und Evrard - zurückgeht. Es handelt sich dabei um die ursprüngliche, unverfälschte Form der Osteopathie, im Unterschied zu verschiedenen anderen Ausprägungen. Ausgebildetet Therapeuten haben eine langwierige Ausbildung sowie ein Abschlussdiplom vorzuweisen.

Bei der IMAOV sind ausschließlich Tiermediziner mit abgeschlossenem Studium zugelassen. Es werden also fundierte anatomische, physiologische und pathologische Kenntnisse vorausgesetzt, sodass die gesamte Ausbildungszeit für das Erlernen der Osteopathie, der Techniken und für Sensibilitätsschulung verwendet werden kann.

Die Ausbildung ist dadurch deutlich intensiver, als dies an Schulen möglich ist, die auch Quereinsteiger zulassen, da dort erst einmal ein Grundverständnis für Anatomie vermittelt werden muss.

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche osteopathische Therapie ist, ohne Schäden zuzufügen, die exakte Kenntnis anatomischer Strukturen. Das Wissen um den jeweiligen Gelenkaufbau, Verlauf von Nerven und Gefäßen, die Anordnung innerer Organe ist unabdingbar. Der Therapeut muss aber auch eindeutig einschätzen können, wann eine Behandlung mit Osteopathie angezeigt  oder davon abzuraten ist.

Leider ist Osteopathie kein geschützter Begriff, so dass sich auf diesem Gebiet viele „schwarze Schafe“ tummeln.

Bevor Sie also einen Therapeuten an Ihr Tier lassen, hinterfragen Sie genau dessen jeweilige Ausbildung!