Tierarztpraxis Antonia Körber

 

Graue Schnauzen

 

Wir haben ein ganz besonderes Interesse an der ganzheitlichen Betreuung von älteren Patienten.

Alt sein heißt nicht zwangsläufig krank sein!

Unsere Vierbeiner werden heute - auch Dank der guten medizinischen Versorgung - immer älter.

Viele Besitzer wünschen sich, dass Ihr Vierbeiner so lange wie möglich fit bleibt und ein lebenswertes Leben hat.

Damit dies so ist, raten wir ab einem bestimmten Alter zu verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen, z.B. Bluttests, Ultraschall oder Röntgen, um versteckte Hinweise auf Erkrankungen rechtzeitig aufzuspüren. Je früher eine Behandlung beginnt, desto aussichtsreicher ist sie in der Regel.

 

Ab wann gilt mein Tier als Senior?

Der Zeitpunkt des "Alterns" ist bei Hunden und Katzen individuell sehr unterschiedlich. Mit verantwortlich sind Rasse, Größe, Ernährung und Haltung des Tieres.

Als Richtwerte gelten:

  • kleine Hunde und Katzen ab dem 10. Lebensjahr (z.B. Malteser, Yorkie, EKH)

  • mittlere und große Hunde ab dem 7. bis 9. Lebensjahr (z.B. Labbie, DSH)

  • und sehr große Rassen ab dem 6. Lebensjahr (z.B. Irischer Wolf)

Hier gelangen Sie zu einer Alterstabelle für Hunde und für Katzen.

Haben sich erst einmal gewisse Alterserscheinungen eingestellt, stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Typische Alterserscheingungen können sein:

  • Gelenkbeschwerden/Arthrosen
  • Herzerkrankungen
  • Augenerkrankungen
  • Zahnerkrankungen
  • Taubheit
  • Vestibularsyndrom ( gerne als "Schlaganfall" bezeichnet)
  • CDS ( Cognitives Dysfunktionssyndrom = Demenzartige Symptome, z.B. Unsauberkeit, Verwirrtheit, Schreckhaftigkeit)
  • uvm.

Der alte Weggefährte benötigt dann häufig intensivere Pflege,Therapien, Medikamente und Hilfsmittel im Alltag, wie z.B. eine Rampe für das Auto oder das Haus.

Sie können Ihren vierbeinigen Senior in vielerlei Hinsicht, vor allem aber mit dem nötigen Verständnis, unterstützen!

Wir helfen Ihnen gerne, zu verstehen, was und warum sich bestimmte Verhaltensweisen, die leider oft als mutwilliger Ungehorsam fehlbeurteilt werden, ändern und wie Sie damit umgehen können.

Manchmal reichen bestimmte Medikamente aus, manchmal muss aber auch der Alltag umorganisiert werden.

Nach einem langen Leben voller Freude sind wir es unseren Vierbeinern schuldig, auch diese letzte Etappe gemeinsam zu bewältigen.

Leider stehen Besitzer häufig am Ende vor der schwierigen Frage, ob das Leben ab einem bestimmten Zeitpunkt noch lebenswert für den geliebten Vierbeiner ist oder ob das Leiden überwiegt. Es beginnt nicht selten ein innerer Kampf, den "richtigen Zeitpunkt" zu finden, den Senior gehen zu lassen.

 

"Einschläfern" oder Euthanasie ("Eu Thanatos"  = der schöne Tod)

Den richtigen Zeitpunkt zu finden, ist nicht immer leicht - wir helfen Ihnen aber nach bestem Wissen und Gewissen, eine gute Entscheidung zu treffen. Der Zeitraum der Entscheidungsfindung ist verständlicherweise extrem emotional und das Herz kämpft gegen den Verstand.

Wir bieten Ihnen den Raum und die Zeit, sich mit dem Thema detailliert zu beschäftigen, uns alle wichtigen Fragen zu stellen und mit uns gemeinsam einen geeigneten Zeitpunkt fest zu legen.

Ob die Euthanasie bei Ihnen zu Hause oder in der Praxis stattfindet, besprechen wir individuell. Lesen Sie hierzu bitte auch unter dem Stichwort "Hausbesuche" nach.

Wir erläutern Ihnen genau, wie der Ablauf sein wird - in jedem Fall nehmen wir uns ausreichend Zeit, damit Ihr Vierbeiner keine Angst oder Schmerzen hat und Sie sich würdevoll verabschieden können - das versprechen wir!

Wir beraten Sie auch gerne, welche Möglichkeiten es für Beerdigung, Einäscherung etc. gibt und veranlassen dies gerne für Sie.

 

"Alter Hund - na und?"

Diese letzte Phase im Miteinander mit unserem Vierbeiner - sie ist etwas ganz Besonderes!

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man diese spezielle Lebensphase, in der sich so vieles noch einmal verändert, mit allen Zügen geniessen sollte, auch wenn es nicht immer leicht ist.

Wir betreuen Ihre Grauen Schnauzen herzlich gerne!